IGNORE THE SIGN und ROSY VISTA

Das Heimspiel der hannoverschen Rockbands.
Samstag
09.02.
2019
MusikZentrum
Einlass: 19:00h  Beginn: 20:00h

Es gibt Situationen im Leben, in denen man einen ursprünglichen Plan über den Haufen werfen und lieber dem folgen sollte, was einem das Bauchgefühl signalisiert. Ossy Pfeiffer hat genau dies getan. Anstatt seine neuen Songs als Soloscheibe zu veröffentlichen, hat er Freunde und namhafte Kollegen in die Produktion involviert und aus dieser fruchtbaren Zusammenarbeit eine echte Band entstehen lassen. Der Name dieser neuen Gruppe: Ignore The Sign. Ihre Mitglieder sind Sänger und Multiinstrumentalist Ossy Pfeiffer, Gitarristin/Sängerin Anca Graterol (Rosy Vista), MSG und Ex „The Sweet“ Gitarrist Steve Mann, Bassist Lars Lehmann, bekannt unter anderem als Studiomusiker der britischen Rocklegende UFO beziehungsweise Mitglied der Band von Ex- Scorpions Uli Jon Roth, Percussionist Momme Boe und Schlagzeuger Kristof Hinz, der die Drum-Takes für das neue Eloy-Album gespielt hat. Das Debütalbum von Ignore The Sign Anfang 2018 erschienen.

„In dieser Band geht es nicht um Egos, sondern um echte Teamarbeit“, sagt Pfeiffer und fügt hinzu: „Ignore The Sign bestehen aus gestandenen Musikern, deshalb gibt es bei uns keinen Platz für Selbstbeweihräucherung. Für alle Beteiligten gilt ausschließlich das geschätzte Motto ‚It´s all about the song‘.“ Diesen Anspruch findet man auf ihrem Debütalbum in jeder einzelnen Note. Dreizehn abwechslungsreiche Stücke haben Ignore The Sign in Anca Graterols Frida Park Studio unter der Leitung von Produzent Pfeiffer aufgenommen, allesamt sorgsam ausgewählt aus einer weitaus größeren Anzahl vielversprechender Ideen. Pfeiffer: „Da alle Bandmitglieder am Songwriting beteiligt waren und jeder seine ganz persönlichen Stärken und Vorlieben eingebracht hat, konnten wir bei der Auswahl der Stücke aus dem Vollen schöpfen und in Absprache mit unserer Plattenfirma die stärksten Nummern auswählen.“

Unüberhörbar profitieren Ignore The Sign von diesen unterschiedlichen Einflüssen ihrer Mitglieder. Als ausgewiesener Beatles-Fan gibt Ossy Pfeiffer („nach Johann Sebastian Bach sind für mich die Beatles der Ursprung der Musik“) dem Material seine große Melodiosität und Eingängigkeit. Mit Steve Mann kommt eine härtere, fast metallische Gitarrenattitüde in die Musik, durch Anca Graterol werden den Arrangements Farbe und Temperament beigemischt. Bassist (und im Song „God“ auch Leadsänger) Lars Lehmann erinnert mit seinem facettenreich Spiel und seinem untrüglichen Gespür für federnde Funk-Grooves an den früheren Whitesnake-Musiker Neil Murray, während die Rhythmusgruppe um Kristof Hinz und Momme Boe den Stücken ihre Dynamik und vereinzelte Polyrhythmik verabreichen.

Als Paradebeispiele für den prägnanten Stil der neuen Band kann man gleich mehrere Songs hervorheben. „A Line To Cross“ besitzt alle Elemente, für die Ignore The Sign generell stehen, von Classic Rock über poppige Querverweise bis hin zu einem progressiven Ansatz, wie man ihn in dieser Komplexität häufig auch bei Toto beobachten kann. Hinzu kommt ein ambitionierter Text, dessen markanteste Zeile für sich selbst spricht: „When my tomorrow seems to be your yesterday.“ Unverkennbar geht es hier darum, Grenzen auszuloten und neue Horizonte anzuvisieren, ohne dabei den Bogen zu überspannen.

„Saviors Of Rock“ ist dagegen im bombastischen Hard Rock angesiedelt und bildet zusammen mit dem rhythmisch raffinierten „Can´t Find The Door“ (mit Leadgesang von Anca Graterol) die Abrock-Fraktion der Scheibe. Noch eine Spur härter geht es im Doublebass-befeuerten Metal-Track „Days Of Thunder“ zu. Pfeiffer dazu schmunzelnd: „Gegen einen solchen Abräumer kann man sich nicht wehren, er passiert einfach.“ Besonders hervorheben sollte man auch das hymnische „Behind The Wall“ aus der Feder von Steve Mann und seinem 15-jährigen Sohn Jason, der einen erstaunlich reifen Text beigesteuert hat.

Man spürt bereits, dass in dieser Band frischer Wind, unterschiedlichste Talente und große musikalische Erfahrung zu einer homogenen Einheit verschmelzen. Hier werden Zeichen gesetzt: die bedingungslose Bekenntnis zu traditionellem Classic Rock, wie er zeitloser kaum sein könnte.

Hannover inmitten der 80er Jahre: In Norddeutschlands „Rockhauptstadt“ gründet Anca Graterol – Vollblut-Gitarristin und Sängerin – die Hardrock-Band Rosy Vista. Es ist die erste und deutschlandweit einzige Band in diesem sonst von Männern dominierten Genre, die ausschließlich aus Frauen besteht. Die Band schafft innerhalb kürzester Zeit, die Aufmerksamkeit der Medien zu wecken. 1986 wird einen Plattenvertrag unterschrieben und es erscheint die EP der Band mit den Namen „You better believe it“. Es folgen Tournee/Auftritte unter anderem mit Uriah Heep, Joe Cocker, Manfred Mann, Mötley Crüe, Citron, Circus Roncalli.

Der Musik sind die Mitglieder treu geblieben – seit damals war und ist bis heute jedes Mitglied in verschiedenen Formationen aktiv und immer war es mehr als nur Hobby. Das Comeback von Rosy Vista ist nicht der Versuch, an die alten Erfolge anzuknüpfen sondern viel mehr der Zusammenschluss von leidenschaftlichen Rock-Ladys, die früher einen gemeinsamen Traum hatten und heute viel Spaß daran haben, wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen.

 

Veranstalter: Block Musik
Photocredt: Pressefotofreigabe von Block Musik

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