Fährmannsfest unter anderem mit MIA., Kann Karate, Emerson Prime, Martiste und Lorimer Burst

Sonntag
11.08.
2019
Fährmannsinsel
Einlass: 14:00h  Beginn: 15:00h
AK: Eintritt frei!

MIA.
MIA. wurde 1997 in Berlin gegründet. „Musik ist Alles“ – über ihr Alleinstellungsmerkmal musste sich die Band nicht lange den kollektiven Kopf zerbrechen. Und weil sich zum ewigen Kostümfest Pop quasi jeder geladen fühlen darf, der seine überbordenden Ideen und Energien am liebsten musikalisch kanalisiert, mischten MIA. gleich zu Beginn gänzlich unverkrampft und vor allem erfrischend unbefangen das Stelldichein der Eitelkeiten auf. Mit Rotzigkeiten in Gesang und Akkorden, die wie Spiegelscherben auf dem dreckigen Großstadtasphalt lagen und das Leben reflektierten. MIA. ist für ihre vier Potentate mehr als eine Band. Es ist eine Haltung. Und es ist der Raum für Eigenwilligkeiten, die Strukturen und Enge trotzen. Die gemeinsame Reise geht 2019 auf zu neuen Ufern, an denen im Herbst das neue, siebte MIA. Studio-Album wartet. Mieze, Bob, Gunnar und Andi können es kaum erwarten, wieder live zu spielen und dabei für Leidenschaft, Vielfalt, Lebensfreude zu stehen – nicht zum Herunterladen, nicht kopierbar, dafür unmittelbar, ganz und gar, kopfüber.

Kann Karate
Kann Karate ist vertonte Ehrlichkeit und eines der wenigen Lösemittel für all den Mist auf der Welt, der sich plötzlich in messerscharfen Gitarrenriffs und großen Indie-Melodien, bitterer Ernsthaftigkeit und selbstschützenden Fluchtgedanken auflöst. Irgendwas zwischen Post-Punk und Indie-Rock. Zwischen Turbostaat und Vierkanttretlager. Im weitetesten Sinne ist das, was auf der Bühne passiert, Post-Punk – aber die Art von Post-Punk, die neben all der existenziellen Verzweiflung das Herz nicht vergisst. Manchmal muss man die Fäuste ballen. Und manchmal muss man sie öffnen, um für einen Moment ein bisschen Sonne über den ganzen Scheiß zu schütten.

Emerson Prime
Bei Emerson Prime treffen eine charakterstarke Stimme, mehrdimensionale Flächen, treibende Riffs und geerdete Grooves aufeinander. Die Band hat sich 2015 in Hannover gegründet und 2017 ihr Debütalbum „Wonderseed“ veröffentlicht. Die daraus entsprungene Pflanze synthetisiert durch die Auseinandersetzung mit globalpolitischen Themen, persönlich Erlebtem und teils abstrakten, teils direkten Anspielungen einen Progressive Pop, der sich tief in einer Erde aus HipHop, Soul, Funk, Rock und Jazz auf seinem Weg durch die Welt verwurzelt und danach strebt, die frohe Kunde eines bereits überfälligen Neuanfangs zu kultivieren.

Martiste
Die Band Martiste aus Hannover beschritt zunächst rockige Pfade und ließ sich von der Musik der Neunziger inspirieren. Neben Einflüssen wie Radiohead oder Nirvana fanden aber auch schon früh klassische Elemente, wie Streicher und ausladende Klaviere, ihren Weg in die Songs. Nach der EP „Hesitation“ (2016) zogen sich die Musiker zurück, um sich neu zu erfinden. Nun lässt die Band vermehrt Ambient-Einflüsse in ihrer Musik zu und bedient sich der Klangmalerei. Der Sound von Martiste besticht durch flächige Gitarren und Keyboards, flirrende Drums sowie Falsettgesang.

Lorimer Burst
Die Instrumental-Post-Rock-Band Lorimer Burst aus Hannover entführt ihr Publikum in andere Sphären. Packende und eingängige Melodien leiten kraftvolle und wütende Passagen ein, die den Hörer auf eine abwechslungsreiche Reise durch den Orbit mitnehmen. Der Bandname entstand in Anlehnung an den Astronomen Duncan Lorimer, der den ersten transienten Funkimpuls entdeckte, der auch als Fast Radio Burst bekannt ist. Aufgrund der isolierten Natur des Phänomens bleibt dessen Quelle unerklärt. Dieses Mysterium lädt dazu ein, der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen, so wie es auch Lorimer Burst mit ihrer Musik beabsichtigen.

Auf der Kulturbühne:

Kyles Tolone
Der Autor Oliver Uschmann lobte die Band Kyles Tolone einst für ihren Hang zu Drama, Wucht und Melancholie. Man könnte auch von Rockmusik mit Herz schreiben. Klar, das versuchen viele. Aber die Band aus Göttingen bekommt es hin. Stilistisch lässt sich das Quartett irgendwo zwischen Biffy Clyro, Kings Of Leon und den frühen Coldplay einsortieren – nur nicht so Emo, nicht so Prog, nicht so Chris Martinesk. Die Herren kommen dann doch mal aufn Punkt. Und ziehen zum Finale des Festes nochmal schön die Grasnarbe gerade.

UrSolar
Meinen die das ernst? Oder spielen die nur? Die Startlöcher werden enger, UrSolar schlüpft empor. In einem polymorphen Gewand des Alternative präsentieren sich die Newcomer aus Hannover im Bereich Rock, Pop und Funk in progressiven Abgängen. Beim Fährmannsfest findet das Quintett entsprechend einen Zugang und lädt zur Entdeckung an die Kulturbühne. Meinen sie doch ernst.

Selli And The Guns
Bis an die Zähne bewaffnet mit Songs, die Füße zum Qualmen bringen: Das garantiert die treffsichere Band Selli And The Guns. Die Wahl-Hannoveraner vereinen ihre verschiedenen Einflüsse aus Disco, Hip-Hop, Soul, Funk, Rock und Pop zu einer hochexplosiven Bühnenshow. Jeder Schuss ein Treffer. Geht schon mal in Deckung.

Mordslaerm
Die Band Mordslaerm verabschiedet sich auf dem Fährmannsfest von ihrem langjährigen Gründungsmitglied und Schlagzeuger. Ein letztes Mal kracht es am Sonntag auf der Kulturbühne. Als Abschiedsgeschenk präsentiert die Band exklusiv ihre letzte Produktion „MEGAL“. Allerdings werden auch leise Rock-Töne angeschlagen, bevor die vier verbliebenen hannoverschen Musiker mit neuen Ideen Funken schlagen.

The Wild Men Of Wongo
Achtung, die Tubes sind in der Stadt! So lautete früher eine von vielen Warnungen im Vorfeld von Konzerten der legendären Rockband aus San Francisco. The Wild Men Of Wongo bringen die großartigen Rockklassiker und die witzigen, ironischen Showelemente als einzige Tubes-Tribute Show Europas auf die Bühne.

Photocredit: Anna K.O. (MIA.), Jesse Wiebe (Emerson Prime), Martin Huch (Martiste), Musik Wein (Lorimer Burst), Isabelle Hannemann (UrSolar), Mordslaerm

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