„Machine“-Tour

THEN COMES SILENCE und 1919

Post Punk und Goth Rock von der dunklen Seite der Macht. (Der Nachholtermin von Oktober; Tickets bleiben gültig.)
Montag
12.04.
2021
LUX
Einlass: 19:00h  Beginn: 20:00h

Der Tod ist eine treue Muse. Er ist sicher, verlässlich, endgültig. Kurz: Er ist all das, was die anderen Musen nicht sind. Im Angesicht des Todes laufen die Götter der Inspiration urplötzlich zu Topform auf und rauschen himmelwärts, aus allen Rohren auf die Synapsen feuernd. Die schwedischen Post-Punk-Goth-Rocker Then Comes Silence sind sich dieser niemals versiegenden Quelle wohl bewusst. Der Tod mag die letzte Schwelle sein, die ultimative Grenze zwischen diesem Leben und der großen Ungewissheit. Für die Gothic-Connaisseurs Then Comes Silence ist er vor allem eine starke Kraft, die sie antreibt.

2017 führte diese Obsession mit allem Letalen zu „Blood“, einem zutiefst morbiden, düster pulsierenden Genuss, der das Beste aus apokalyptischem Post Punk und nebligem Goth Rock extrahierte. Ein tödlich, ein merkwürdig berauschender Cocktail. Sie zerlegten ihren Backkatalog, der seit dem 2012 veröffentlichten Debüt „Then Comes Silences“ aus immerhin vier Platten bestand, setzten ihren Sound neu zusammen, probten sich die Hintern wund, spielten so viel live wie nie zuvor. „Wir haben die Band neu gestartet“, sagt Bandgründer Alex Svenson. „Das neue Line-Up von Then Comes Silence ist mehr denn je das einer Rock-Band.“

Ihr gewaltiges neues Album „Machine“ spiegelt das wider: mehr Rock, mehr Tod, mehr von jener ungesunden Fixierung auf alles Düstere und Furchtbare. „Ich wollte unseren eingeschlagenen Pfad verlassen und nicht einfach ein zweites ‚Blood‘ schreiben.“ „Machine“ kostete Schmerz und Kraft, war in vielfacher Weise ein Weg zurück zu ihren bescheidenen Anfängen als schwedisches Underground-Phänomen. Die packenden Beats, die gespenstisch kalten Melodien, die winterlichen Gitarren und düsteren Hooks zeigen, dass es das alles wert war – selbst jenes „verlorene Album“, das Alex mal so eben vor „Machine“ geschrieben und dann ad acta gelegt hat. Alles führte an diesen Punkt. Alles führte zu betörenden, trübseligen Hymnen wie „We Lose The Night“, „Dark End“ oder „Kill It“. Gemixt von Legende Stefan Glaumann (Rammstein, Deathstars, Killing Joke), schließen Then Comes Silence den Kreis und klingen endlich so, wie sie immer klingen wollten – „wie eiskaltes Wasser, das an einem Novembermorgen aus einer rostfreien Leitung läuft.“ Herzen werden schmelzen. Blut wird gefrieren. Mit den wehenden Bannern von Post Punk und Goth in Händen wollen Then Comes Silence vor allem eines sein: eine Rock ‘n‘ Roll-Band von der dunklen Seite der Macht.

Die britischen Post-Punk-Veteranen 1919 veröffentlichten 2019 ihr neues Meisterwerk „Futurecide“ aus dunkel melodischem Gothic Rock. Obwohl die Band 1980 gegründet wurde und sich 1985 trennte, reformierte sie sich 2014 und spielte zahlreiche Tourneen und Festivalauftritte in ganz Europa. „Futurecide“ ist das erste Album der Gruppe, das seit dem Tod des Gründungsmitglieds und Sängers Mark Tighe aufgenommen wurde. Er bestand darauf, dass die Band weitermacht – was sie erfolgreich getan haben.

Photocredit: Karl-Olof Christiansson (Then Comes Silence 1), Pressefotofreigabe von Headline Concerts (Then Comes Silence 2, 3), Marcus Ambler (1919)

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