Der Bomber der Herzen, Diffus Magazin und The Postie präsentieren:
„Im Stream der Zeit“-Tour

YUKNO und Gäste

Melodiös-elektronische Zeitgeistbeschreibungen zwischen Euphorie und Schwermütigkeit. (Der Nachholtermin von Oktober; Tickets bleiben gültig.)
Dienstag
11.05.
2021
MusikZentrum
Einlass: 19:00h  Beginn: 20:00h

Aller Krise zum Trotz veröffentlicht das österreichische Duo Yukno schon kurz nach der Anfang 2020 erschienenen EP „LAND OF CONFUS1ON“ im Herbst 2020 sein zweites Album mit dem Titel „Im Stream der Zeit“. Die melodiös-elektronischen Zeitgeistbeschreibungen der Band klangen nie aufregender und wacher als in diesem seltsam apokalyptischen Jahr 2020. Die erste Single mit dem Titel „Digital Playground“ setzte den popphilosophischen Unterbau zum allgegenwärtigen Live-Stream und der globalen Digitalisierung der Individualität. Mit „Das Leben ist so schön“ legten Yukno mit der zweiten Single thematisch nach. Die Stimmung balanciert zwischen schwereloser Euphorie und einer stets Überhand zu gewinnen drohenden Schwermütigkeit. Die Vergänglichkeit in der digitalen Epoche ist das Moment des Albums. In Kombination mit tanzbaren Elementen und atmosphärischen Club-Sounds entsteht eine explosive Mischung. Irgendwo zwischen LCD Soundsystem’iger Rawness und Caribouscher Wärme lassen sich Yukno verorten und versetzen diese Stimmung mit Texten, wie sie nur aus ihrer Feder stammen können.

Nikolaus und Georg Nöhrer kennen sich schon eine ganze Weile: Sie sind Brüder; und Yukno ist nicht ihr erstes musikalisches Projekt. Ihre musikalische Früherziehung in der Steiermark beginnt ganz klassisch mit dem Klavier. Über den Umweg eines Warcraft-3-Forums kommen sie als Jugendliche zur Musik. Zum Rap, um genau zu sein. Nikolaus bastelt Beats, Prä-Stimmbruch-Georg singt glockenhelle Terzen darüber. Mitte der 2000er gründen sie ihre erste dreiköpfige Band – Neodisco. Es wurde ein wildes Rap-House-Kollektiv. „Frittenbude mit noch mehr Party.“ fassen die Brüder heute zusammen. Und irgendwie geht alles verdammt schnell: Deal bei der Sony, Charteinstieg, ausverkaufte Shows. Mitte der 2010er hat die Party ein Ende und die Brüder sind wieder alleine unterwegs – jetzt als Yukno, auf der Suche nach einem neuen, reiferen Sound.

Georg und Nikolaus machen also dort weiter, wo sie angefangen haben: Sie sitzen zusammen vor dem Computer und schreiben Songs. Das 2018 erschienene Debütalbum mit dem bei Beuys entliehenen Titel „Ich kenne kein Weekend“ macht ordentlich Welle: Radio-Airplay auch in Deutschland, großes Medienecho – niemand sonst verknüpft elektronische, tanzbare Sounds und melodiöse Hooks so spielerisch mit sozialkritisch-assoziativen Texten wie die Nöhrer-Brüder. Stream-Of-Consciousness, die großen gesellschaftlichen Fragen, die Vermeidung der einfachen Antworten – sie beweisen: Pop kann das noch immer alles. Und tanzen kann man dazu auch noch.

Der Weg aus der Steiermark in den Stream der Zeit führt über Sansibar: Ihr Verleger vermittelt Yukno eine Lodge auf der sagenumwobenen Insel – als Arbeitsrefugium. Dort entsteht zunächst die „LAND OF CONFUS1ON“-EP, aber auch erste Skizzen und Ideen für ihr zweites Album „Im Stream der Zeit“.

Zwischen der Sonne Sansibars und Corona-Lockdown entstand Musik, die eine Leichtigkeit und eine beschwingte Gewissheit in sich trägt, dass alles einmal enden wird. „Im Stream der Zeit“ erscheint am 23.10. und ist ein reifes Album mit inhaltlichem Tiefgang, starken Melodiebögen und Texten, die man so auf Deutsch noch nicht gehört hat.

Photocredit: Tim Cavadini

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13.07.2020
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