
Herz aus Stein Tour 2026
TANZWUT und SAGENBRINGER
In einer Welt, die sich immer schneller dreht und in der die Schlagzeilen sich gegenseitig jagen, melden sich Tanzwut mit einem Werk zurück, das genau dort ansetzt, wo es wehtut – und wo es heilt. „Herz aus Stein“ ist kein glattes Rock-Album, sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme. „Herz aus Stein“ ist eine Abrechnung mit der Kälte unserer Zeit, aber auch eine Umarmung für diejenigen, die sich darin verloren fühlen.
Der Sound ist gewohnt druckvoll, fast schon punkig-trotzig. In einer Ära der Isolation und digitalen Falschheit kehren Tanzwut zu einer fast vergessenen Tugend zurück: nackter, musikalischer Ehrlichkeit.
Rockige und Tanzwut-typische Songs wie „Rosenkrieg“ oder „Keine Band für eine Nacht“ werden ergänzt durch neue, punkige Töne wie „No Future“ – ein Song, der aktueller und berührender kaum sein könnte.
Besonders in den ruhigen Momenten des Albums wird die Verletzlichkeit dieser Welt spürbar. Lieder wie „Herz aus Stein“ oder „Ewig wie das Eis“ sind keine bloßen Balladen – sie gewähren einen Blick hinter die Kulissen einer Band, die nach Jahrzehnten im Rampenlicht die Stille nicht mehr fürchtet. Sie spiegeln den Wunsch nach Innehalten in einer Welt, die keine Pausen mehr kennt.
Das Album ist ein bunter Jahrmarkt der Gefühle: Mal peitschen die Beats wie bei einem rasanten Tanz auf dem Marktplatz, mal führen epische Melodien in melancholische Tiefen. Es geht um die Fassaden, die wir uns aufbauen, und um den Moment, in dem die Musik sie zum Schmelzen bringt.
Dreckig, laut und trotzdem überraschend nahbar: ein Mix aus punkiger Attitüde, harten Riffs und Melodien, die einen erst in den Moshpit jagen und dann eiskalt am Herz packen. Natürlich dürfen auch die Dudelsäcke als Markenzeichen nicht fehlen – ebenso wenig wie zarte Geigen und Cello, die den Sound von Tanzwut verfeinern.
Zusammengeführt durch die Götter, verwoben durch die Nornen, fanden Haldruhir, Skjomi, Trygve und Azaril im Jahr 2021 zueinander, um von nun an als Sagenbringer durch die Welt zu streifen. Mit ihrem deutschsprachigen Folk-Metal bringt das Quartett mit einzigartigen Charakteren und einem Entertainment, das einfach riesigen Spaß macht, ihren Lauschenden Geschichten aus einer anderen Zeit näher. Unverwechselbare, mittelalterliche Klänge gehören genauso in ihre Lieder wie harte Riffs und extremer Gesang. Die Texte, welche sowohl fantasievolle Geschichten darbringen als auch Botschaften vermitteln, runden ihre Werke ab.
Photocredit: Andrey Kezzyn